Swantje Dubberke
Ablauf der Behandlung
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Leistungen
 

Wie läuft eine osteopathische Behandlung ab?

1. Anamnese (Vorbericht)

  • Wie ist die Haltung und die Nutzung des Pferdes?
  • Wie wird das Pferd gefüttert?
  • Gibt es eine Vorgeschichte des Pferdes (Erkrankungen, Verletzungen, Behandlungen)?
  • Was ist der Behandlungsgrund?

2. Adspektion (Sichtbefund)

  • allgemeiner Zustand des Pferdes
  • Exterieurbeurteilung
  • Beurteilung der Muskulatur (Asymmetrien)
  • Zähne 

3. Bewegungsanalyse

  • im Schritt von vorne, von hinten und von der Seite
  • Rückwärtsrichten
  • in der Volte
  • an der Longe und unter dem Reiter in allen drei Grundgangarten

4. Beurteilung der Ausrüstung des Pferdes

  • Sattel, Satteldecke, Sattelgurt
  • Trense, Gebiss

5. Palpation (Tastbefund) im Stand und in der Bewegung

  • Abtasten muskulärer und knöcherner Strukturen des Pferdes
  • Beschaffenheit der Haut und des Fells
  • Spannungszustand der Muskeln (Verhärtungen, Schmerzhaftigkeiten, vermehrte Wärme oder Kälte, Verschiebbarkeit der Faszien, Narben usw.)

6. Befundung und Testung jedes einzelnen Gelenkes sowie der Wirbelkörper

  • jedes Gelenk wird auf seine Funktion getestet, indem es in alle, dem Gelenk möglichen Richtungen bewegt wird
  • es werden immer die kontralateralen Gelenke verglichen
  • Beweglichkeit der Wirbelsäule wird häufig mit Hilfe von Therapiestäbchen überprüft; das sollte sanft und mit auf die Empfindlichkeit des Pferdes angepasstem Druck geschehen

7. Synthese der Befunde und Behandlung der festgestellten Blockaden und Störungen

  • der Osteopath kommuniziert mit dem Gewebe; er tastet den gesamten Körper ab, prüft die Beweglichkeit jedes Gelenks, um so auf den Grund der Erkrankung zu stoßen
  • für den Osteopathen ist es wichtig zu erkennen, auf welche Art und Weise sich Gelenke und Gewebe bewegen
  • die Diagnose wird aufgrund der Beweglichkeit der Gewebe gestellt, die Therapie befasst sich mit der Unbeweglichkeit der Gewebe

8. Empfehlungen an den Besitzer und Besprechung einer evtl. Trainingstherapie

  • auch in Zusammenarbeit mit dem Trainer und Reiter des Pferdes oder mit dem Tierarzt

 

Die Untersuchung und Behandlung des Pferdes dauert ca. 2 Stunden. Nach der Behandlung soll das Pferd für die nächsten zwei Tage keine Belastung haben. Weidegang ist erforderlich, damit das Pferd das zurückgewonnene Bewegungsmaß über die natürliche Bewegung frei entfalten und stabilisieren kann.

Wichtig ist mir eine Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt, Hufschmied und Tierarzt sowie Reiter und Trainer, da eine ganzheitliche Therapie nur in Zusammenarbeit stattfinden kann.